Der von Rechten genutzte Online-Dienst Parler verklagt Amazon ⋆ Nürnberger Blatt

US Justice – Bild: Fotos über Twenty20

Das umstrittene Online-Netzwerk Parler hat nach seiner Schließung Klage gegen den US-amerikanischen Online-Riesen Amazon eingereicht. Der in Nevada ansässige Dienst forderte am Montag eine einstweilige Verfügung vor einem Bundesgericht, damit Amazon sie in sein Cloud-Hosting-Angebot aufnehmen konnte. Amazon hatte den Dienst, der insbesondere von Rechtsextremisten genutzt wurde, am Sonntagabend aus seinem Angebot gestrichen. Dies bedeutet, dass Parler offline ist, bis das Netzwerk einen neuen technischen Anbieter gefunden hat.

Nach dem heftigen Sturm auf das US-Kapitol hatten die Technologiegiganten Google und Apple Parler bereits ihre App-Stores verlassen. Der Dienst wurde kürzlich insbesondere von Rechtsextremisten genutzt, die zuvor von anderen Online-Plattformen ausgeschlossen worden waren.

Parler begann im Jahr 2018 und war zunächst ein Zuhause für Rechtsextremisten. Aber seit Netzwerke wie Facebook und Twitter falsche Berichte sowie rassistische und gewalttätige Inhalte aktiv bekämpfen, haben Plattformen wie Parler, Newsmax und Rumble an Popularität gewonnen. Unter anderem wanderten Anhänger des gewählten US-Präsidenten Donald Trump auf die Plattformen.

Verärgerte Trump-Anhänger brachen am Mittwoch in das Kapitol in Washington ein, nachdem Trump sie während einer Aufführung in Washington mit seinen unbegründeten Wahlbetrugsvorwürfen angestiftet und einen Marsch auf dem Parlamentssitz gefordert hatte. Wegen der Unruhen musste eine Kongresssitzung unterbrochen werden, um Joe Biden als Wahlsieger zu bestätigen.

Ein Trump-Anhänger wurde während der Unruhen von der Polizei erschossen, und ein Polizist starb am folgenden Tag an schweren Verletzungen. Drei weitere Menschen starben am Rande von Unruhen infolge medizinischer Notfälle.

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