Der Polizeichef von Minneapolis kritisiert die Aktionen des Angeklagten Flo Nürnberger Blatt im Floyd-Prozess

US Justice – Bild: Fotos über Twenty20

Im Prozess gegen den gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd bezeichnete der Polizeichef von Minneapolis die Handlungen des beschuldigten Ex-Polizisten als eindeutigen Verstoß gegen die Regeln. Medaria Arradondo sagte am Montag vor Gericht, dass Derek Chauvin die Regeln der Polizeibehörde der Stadt “verletzt” habe, als er sein Knie mehr als neun Minuten lang an Floyds Hals drückte. Das Verfahren ist “nicht Teil unserer Politik, nicht Teil unserer Ausbildung, und es ist sicherlich nicht Teil unserer Ethik oder unserer Werte”.

Derek hätte die Anwendung körperlicher Gewalt einstellen sollen, als Floyd, der auf dem Boden lag und mit Handschellen gefesselt war, aufhörte, Widerstand zu leisten, sagte Arradondo auf dem Zeugenstand. Vor allem aber hätte Chauvin Floyd loslassen sollen, als er keine Lebenszeichen mehr gab.

Floyds Tod auf Video am 25. Mai letzten Jahres löste weltweit Empörung aus. Chauvin hatte den 46-Jährigen nach Angaben des Staatsanwalts wegen Falschgeldvorwürfen festgenommen, sein Knie genau neun Minuten und 29 Sekunden lang am Hals, obwohl Floyd sich wiederholt beschwerte, dass er nicht mehr atmen könne und schließlich ohnmächtig werde. Der Afroamerikaner wurde später in einem Krankenhaus für tot erklärt.

Der Chauvin, der nach dem Vorfall von Polizeichef Arradondo entlassen wurde, muss sich unter anderem wegen “Mordes zweiten Grades” vor Gericht verantworten. Dies entspricht in etwa einem Totschlag in einem schwerwiegenden Fall und kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 40 Jahren bestraft werden. Der weiße Ex-Polizist weist die Vorwürfe zurück.

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