Der osmanische Friedhof muss der Sporthalle weichen

(Beispielfoto: nex24)

Muslimische Grabstätte aus osmanischer Zeit wegen Bau einer Sporthalle entfernt

Ein Gastbeitrag von Kemal Bölge

Griechische Bauarbeiter im Dorf Simantra (Σημάντρων) des Stadtteils Kassandra der Stadt Thessaloniki Grabstätte aus osmanischer Zeit entdeckt. Als sich der Bagger näherte, entdeckte sein Fahrer die Gräber. Daraufhin wurden die Bauarbeiten unterbrochen. Die Baufirma hat das kontaktiert Historisches Museum von Chalkidiki und die Gemeinde Nea Propontida ((Νέα Προποντίδα).

An der Stelle, an der sich die muslimischen Gräber mit 201 Toten befanden, soll eine Sporthalle errichtet werden. Ein Dokument unter der Protokollnummer 55417 / 10-2-2021 ermöglicht den weiteren Bau der Sportanlage. In einer kurzen Nachricht heißt es: „Bei Ausgrabungen wurden 201 Gräber aus osmanischer Zeit entdeckt. Die Gräber wurden fotografiert und dokumentiert und dann von der Baustelle entfernt. “”

Simantra, Griechenland
(Foto: Ilhan Tahsin)

Keine Sensibilität und kein Respekt für den Islam

Der Journalist Ilhan Tahsin kritisiert in seinem Artikel scharf die Entscheidung der Stadtverwaltung von Nea Propontida. Laut Tahsin müssen die Verantwortlichen des zuständigen Richters zwei Fragen beantworten: Wo wurden die Knochen der Toten transportiert und wie wurde der Transport durchgeführt? Für den Journalisten handelten die griechischen Behörden ohne die notwendige Sensibilität und achteten nicht auf die religiösen Riten der islamischen Religion (Nakli Kubur). Die Grabstätte wäre mit Baufahrzeugen ausgegraben, auf Lastwagen verladen und irgendwo entladen worden.

Die Fragen von Ilhan Tahsin sind berechtigt, da die griechischen Behörden in diesem Fall einen muslimischen Prediger (Imam) mit der religiösen Zeremonie beauftragt und dann die Bestattung der Toten an einem anderen Ort organisiert haben könnten. Das Schicksal der osmanischen Gräber in Simantra ist leider kein Einzelfall, da der griechische Staat nicht nur islamfeindlich ist, sondern auch systematisch die Existenz der türkischen Minderheit in Westthrakien und sich selbst bis heute leugnet Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EMRK) nicht implementiert. Athen verwendet offiziell den Begriff „muslimische Minderheit“ und erkennt daher die ethnische Zugehörigkeit nicht als Türken aus Westthrakien an.


Dieser Artikel spiegelt die Meinung des Autors wider und repräsentiert nicht unbedingt den Standpunkt von nex24.


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