Der medizinische Weltpräsident Montgomery sieht, wie Astrazeneca kritisch aufhört ⋆ Nürnberger Blatt

Frank Ulrich Montgomery – Bild: Bildbündnis / Tobias Hase für das Deutsche Ärzteblatt

Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Weltmedizin, bezweifelt den vorübergehenden Abbruch der Impfungen gegen Astrazeneca. “Die Tatsache, dass Menschen Thrombosen und Lungenembolien bekommen, hat nicht unbedingt etwas mit der Impfung zu tun”, sagte Montgomery am Dienstag gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Nach den ihm bekannten internationalen Studien war die Häufigkeit von Thrombosen in der Placebogruppe und in der Gruppe mit dem Impfstoff ungefähr gleich.

Montgomery warnte auch, dass der Impfstoff sein Image schädigen würde. “Das Fazit ist leider, dass dieser tatsächlich gute und wirksame Impfstoff in vielen Ländern aufgrund des Wirbels und der Impfsuspension in der Bevölkerung keine größere Akzeptanz findet”, sagte der World Medical President.

Montgomery begrüßte jedoch eine gründliche Überprüfung der Vorfälle. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat erneut bestätigt, dass Astrazeneca ein sicherer und wirksamer Impfstoff gegen das Corona-Virus ist. “Dennoch ist es richtig, dass die nationalen Behörden die Verdachtsfälle auf schwerwiegende Nebenwirkungen untersuchen.”

Zuvor hatten unter anderem Deutschland, Frankreich und Italien die Impfung des Astrazeneca-Agenten ausgesetzt. Sie reagierten auf eine Reihe von Fällen schwerer Blutgerinnsel nach Impfungen. Der britisch-schwedische Hersteller weist die Bedenken zurück.

Anzeige

Leave a Comment