Der Iran schlägt eine Vermittlung durch die EU im Atomstreit mit den USA vor ⋆ Nürnberger Blatt

Mohammed Jawad Sarif - Bild: Müller / MSC, CC BY 3.0 DE, über Wikimedia Commons
Mohammed Jawad Zarif – Bild: Mueller / MSC, CC BY 3.0 DEüber Wikimedia Commons

Der Iran hat sich im Streit um das internationale Atomabkommen für eine Vermittlung durch die EU ausgesprochen. Der EU-Außenminister Josep Borrell könnte eine gleichzeitige Rückkehr von Washington und Teheran zum Abkommen koordinieren, sagte der iranische Außenminister Mohammed Jawad Sarif am Montag gegenüber CNN. Borrell könnte “die Maßnahmen darlegen, die von den USA ergriffen werden müssen, und die Maßnahmen, die vom Iran ergriffen werden müssen”.

Das 2015 in Wien geschlossene Atomabkommen soll den Iran daran hindern, eine Atombombe zu bauen. 2018 kündigte der damalige US-Präsident Donald Trump einseitig das von ihm als unzureichend erachtete Abkommen und setzte neue Sanktionen gegen Teheran in Kraft. Dann zog sich der Iran allmählich aus dem Abkommen zurück. Weitere Unterzeichner sind China, Russland, Deutschland, Frankreich und Großbritannien.

Der neue US-Präsident Joe Biden hat eine grundlegende Bereitschaft signalisiert, dem Atomabkommen mit dem Iran wieder beizutreten. Die beiden Länder sind sich jedoch nicht einig, wer den ersten Schritt unternehmen soll. Die USA bestehen darauf, dass der Iran seine Verpflichtungen aus dem Abkommen vorerst einhält. Teheran hingegen fordert die Aufhebung der US-Sanktionen vor seiner Rückkehr und kündigte kürzlich an, dass der Iran seinen Verpflichtungen nicht nachkommen werde, bis die USA dem Abkommen wieder beigetreten seien.

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