Der Heimatschutzdienst der Bundeswehr beginnt mit 325 Freiwilligen ⋆ Nürnberger Blatt

bewaffnete Kräfte

Mit 325 Freiwilligen startete die Bundeswehr am Dienstag ihren neuen Militärdienst im Heimatschutz. Der Freiwilligendienst soll jungen Menschen die Möglichkeit geben, „sehr flexibel für Deutschland einzutreten“, sagte Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) in Berlin. Ab Dienstag absolvieren die Dienstleister zunächst eine siebenmonatige Schulung in der Nähe ihres Wohnortes und sollten dann der Reserve zur Verfügung stehen.

Insgesamt 1.000 Freiwillige sollten in diesem Jahr ihren Dienst in der inneren Sicherheit aufnehmen, wie der Minister sagte. Die Anzahl der Interessenten hat die Anzahl der freien Plätze deutlich überschritten. Das Angebot richtet sich in erster Linie an junge Menschen, die sich für die Bundeswehr interessieren, aber nicht „so eng“ damit sein wollen, sagte Kramp-Karrenbauer. Ein Sechstel der neuen Dienstleister ist nach Angaben der Bundeswehr weiblich.

Nach Angaben des Ministeriums sind die größten Unterschiede zum traditionellen freiwilligen Militärdienst die “inländische Planung im Reservistendienst” nach der Ausbildung und der Verzicht auf Auslandseinsätze. Die Freiwilligen absolvieren zunächst eine normale Grundausbildung, gefolgt von einer dreimonatigen Spezialausbildung in Heimatschutz – der Schwerpunkt liegt auf dem Schutz von Eigentum. Die Schulung umfasst jedoch auch Bereiche wie medizinische Versorgung und Brandschutz.

Kramp-Karrenbauer lehnte Kritik am Namen des neuen Dienstes ab. Der Begriff “Heimatschutz” wurde bewusst gewählt, sagte sie. Es war ein „Fehler“, „den Begriff Heimat, der uns am Herzen liegt, einfach rechts in diesem Land zu verlassen, der ihn auch missbraucht“, sagte sie. “Es ist Zeit, dass wir diesen Begriff wieder in das demokratische Zentrum bringen und ihn wieder einfangen.”

Das Motto des neuen Dienstes lautet „Ihr Jahr für Deutschland“. Es findet als Pilotprojekt der Militärbasis statt und ist zunächst auf ein Jahr festgelegt. Dann sollte entschieden werden, in welcher Form das Projekt fortgesetzt wird. Nach Angaben des Ministeriums ist das Angebot für die Zeit vor Beginn des Studiums und der Ausbildung, während eines Karrierewechsels oder während einer gewählten Berufspause vorgesehen.

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