Der Fraktionsvorsitzende der EVP, Weber, droht Astrazeneca mit dem EU-Exportverbot ⋆ Nürnberger Blatt

Manfred Weber – Bild: CC-BY-4.0: © Europäische Union 2019 – Quelle: EP

Nach der Ankündigung neuer Lieferkürzungen drohte der Chef der Konservativen im EU-Parlament, Manfred Weber (CSU), dem britisch-schwedischen Impfstoffhersteller Astrazeneca mit einem Exportverbot. “Es entsteht der Eindruck, dass andere Länder der EU vorgezogen werden”, sagte Weber gegenüber “Welt am Sonntag”. Solange Astrazeneca seine Versprechen nicht erfüllt, “sollte die EU ein generelles Exportverbot für die in der EU hergestellten Impfstoffdosen des Unternehmens verhängen”, forderte er.

Astrazeneca bedauerte am Samstag, die geplanten Impfstofflieferungen in die EU erneut kürzen zu müssen, und begründete dies mit Produktionsproblemen und Exportbeschränkungen. Sie arbeiten “unermüdlich”, um Lieferungen zu beschleunigen. Nach Angaben des Unternehmens werden bis Mitte des Jahres nur hundert Millionen Impfstoffdosen in die EU geliefert.

Zu Beginn des Jahres gab es zwischen Brüssel und dem Unternehmen einen Streit über die Geschwindigkeit der Impfstofflieferungen. Das Unternehmen gab zu diesem Zeitpunkt bekannt, dass es aufgrund von Problemen in einem Werk in Belgien im ersten Quartal deutlich weniger Impfstoffe als geplant liefern könne. Länder außerhalb der EU wie Großbritannien hingegen wurden offenbar weiterhin uneingeschränkt beliefert.

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