Der Dachverband Tafel fordert ein Corona-Rettungspaket für arme Menschen ⋆ Nürnberger Blatt

Tafel Schweinfurt – Bild: Lisa-Marie Kaspar

Die Dachorganisation der Lebensmittelbanken in Deutschland hat ein Corona-Rettungspaket für Menschen mit sehr geringem Einkommen gefordert. “Es muss auch ein Corona-Rettungspaket für die Armen geben”, sagte Verbandschef Jochen Brühl von der “Neuen Osnabrücker Zeitung” (Freitagsausgabe). Ihre psychische und materielle Belastung ist derzeit enorm.

Brühl erklärte, dass arme Menschen in Zeiten von Pandemien auch Hygieneartikel wie Masken auffüllen müssen. Darüber hinaus hält sich rund ein Drittel der insgesamt 1,6 Millionen früheren Kunden aus Angst vor einer Infektion mit dem neuen Koronavirus von den Lebensmittelbanken fern.

“Und wenn sie nicht mehr an den Tisch kommen, müssen sie sich anderswo mit Lebensmitteln eindecken”, sagte Brühl. “Im Zweifelsfall ist das auch viel teurer.” Der Tafel-Chef stimmte daher der Forderung nach einer kurzfristigen Erhöhung der Hartz IV-Sätze um 100 Euro pro Monat zu.

Brühl geht nach eigenen Angaben nicht davon aus, dass in diesem Corona-Winter Menschen verhungert sind. “Aber wenn ein Alleinerziehender mir sagt, dass sie in den letzten zehn Tagen des Monats nur trockene Nudeln isst, damit sie Obst und Gemüse für ihre Kinder kaufen kann, ist das schon schlimm genug.”

Auch arme Menschen sind laut Brühl stark von den Einschränkungen sozialer Kontakte betroffen. Für alle 950 Lebensmittelbanken in Deutschland ist das Förderprogramm wie Seniorennachmittage derzeit flach. Derzeit wird viel darüber diskutiert, wie wir dieses Jahr Weihnachten in Deutschland feiern könnten, sagte der Tafel-Chef. Für viele Tafel-Kunden ist dies “überhaupt kein Problem”. “Sie sitzen in den Ferien allein in ihrer Wohnung ohne soziale Kontakte, ohne Bankett”, sagte Brühl. Die Pandemie hat “die Dimension der Isolation in unserem Land erneut vergrößert”.

Für das kommende Jahr bereiten sich die mehr als 950 Lebensmittelbanken in Deutschland auf einen deutlichen Kundenanstieg vor, wie Brühl der „NOZ“ sagte. „Nicht nur, weil viele Menschen aufgrund der wirtschaftlichen Nachwirkungen von Corona in finanzielle Schwierigkeiten geraten könnten. Auch andere Trends halten unvermindert an. “”

Seit Jahren steigt die Zahl der Rentner, die Lebensmittel von den Tischen kauften, weil die Rente nicht ausreichte. “Altersarmut ist und bleibt ein großes Problem”, sagte Brühl.

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