“Das serbische Volk ist ein Volk mit einem starken Rückgrat”

Der chinesische Außenminister Wang Yi (l) mit dem serbischen Präsidenten Alexandar Vucic bei einem Treffen am 28. Oktober 2021 in Belgrad. (Foto: Faceook)

Belgrad – Der serbische Präsident Aleksandar Vučić hat heute den chinesischen Außenminister Wang Yi getroffen.

Der EU-Beitrittskandidat Serbien und China haben ihre wirtschaftlichen und politischen Beziehungen in den letzten Jahren rasant intensiviert: Chinesische Unternehmen haben die wichtigsten Kupfer- und Stahlwerke Serbiens übernommen und bauen Straßen, Fabriken und Eisenbahnlinien.

Chinesische Staatsbanken haben dem Balkanland für die Bauvorhaben Milliardenkredite gewährt. China, das Serbien im Rahmen seiner wirtschaftlichen und politischen Initiative „Belt and Road“ als wichtiges Tor zu Europa sieht, hat auch Drohnen und andere militärische Ausrüstung nach Serbien exportiert und die Zusammenarbeit mit Polizei und Staatssicherheit intensiviert. Es wird geschätzt, dass China zwischen 2005 und 2019 rund 10 Milliarden US-Dollar in Serbien investiert hat.

Vučić sagte bei dem Treffen, die Freundschaft zwischen Serbien und China sei „aufrichtig und großartig“ und fügte hinzu, dass es „nicht seltsam“ sei, dass sie oft als „Freundschaft aus Stahl“ bezeichnet werde. China kaufte 2016 Serbiens einziges Stahlwerk, und beide Seiten haben ihre Beziehung oft als „Freundschaft aus Stahl“ bezeichnet.

“Danke, dass Sie die territoriale Integrität Serbiens unterstützen, genauso wie Serbien die Ein-China-Politik unterstützt”, sagte Vucic nach einem Treffen mit dem chinesischen Außenminister Wang Yi.

Vučić dankte Wang dafür, dass er Serbien die Möglichkeit gab, an der chinesischen Initiative „Belt and Road“ teilzunehmen. „Wir unterstützen die weisen Worte des chinesischen Präsidenten Xi Jinping beim letzten Treffen der Vereinten Nationen und seine Initiative für globale Entwicklung“, betonte Vučić.

Die Belt and Road Initiative, die mit Ankaras Middle Corridor Initiative die historische Seidenstraße wiederbeleben soll, wurde 2013 vom chinesischen Präsidenten ins Leben gerufen und soll Asien mit Europa und Afrika verbinden. Unter dem Namen Neue Seidenstraße werden seit 2013 Projekte zum Auf- und Ausbau interkontinentaler Handels- und Infrastrukturnetze zwischen der Volksrepublik China und über 60 weiteren Ländern in Afrika, Asien und Europa zusammengefasst. Der Name basiert auf der historischen Seidenstraße.

“Wir haben keine offenen Fragen im Bereich der multilateralen Beziehungen”, betonte der serbische Präsident und verwies darauf, dass die beiden Länder in internationalen Institutionen hervorragend zusammenarbeiteten.

Er dankte Yi für den Besuch und wünschte dem chinesischen Staatsmann, sich wie zu Hause zu fühlen.

Minister Yi übermittelte Vučić auch herzliche Grüße vom chinesischen Präsidenten Xi Jinping. Das chinesische Staatsoberhaupt schätze die große Freundschaft, die er zu Vučić habe, sehr, sagte Yi.

„Präsident Xi schätzt die tiefe Freundschaft, die er mit Ihnen persönlich entwickelt hat, und das starke gegenseitige Vertrauen. Die Entwicklung unserer Beziehungen basiert auf Gleichberechtigung, gegenseitigem Respekt und gemeinsamen Interessen“, so Yi.

Er wies auch darauf hin, dass dies eine große treibende Kraft für die Beziehungen zwischen Serbien und China ist, die eine glänzende Zukunft haben. “Gute Beziehungen nützen den Menschen auf beiden Seiten”, fügte Yi hinzu. Beide Länder seien solidarisch mit Fairness, Gleichheit und dem Eintreten für Gerechtigkeit auf der internationalen Bühne sowie mit der Achtung der Prinzipien in den internationalen Beziehungen, sagte er.

„Gemeinsam sind wir für Frieden und Stabilität in der Region und in der Welt verantwortlich. Wir sind stolz auf die Entwicklung unserer Beziehungen“, sagte der chinesische Minister.

„Das serbische Volk ist ein Volk mit einem starken Rückgrat. Wir sind stolz, so einen wahren und guten Freund zu haben. Wir sind dankbar, dass Serbien uns uneingeschränkt unterstützt. Wir werden weiterhin die Unabhängigkeit Serbiens unterstützen und dem serbischen Volk zur Seite stehen “, sagte er.

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