Das Schweizer Dorf Champagne darf seinen Namen nicht für seine Weine ⋆ Nürnberger Blatt verwenden

Weinflasche – Bild: luca.mara via Twenty20

Das kleine Schweizer Dorf Champagne darf auf den dort produzierten Weinen keinen „Commune Champagne“ mehr schreiben. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur SDA vom Samstag entschied das Verfassungsgericht des Kantons Waadt zugunsten des französischen Wirtschaftsverbandes der Champagnerproduzenten. Die Schaffung einer geschützten Ursprungsbezeichnung (AOC) durch die kantonalen Behörden verstößt gegen bilaterale Abkommen zwischen der Schweiz und der EU.

Das Dorf Champagne erhielt erst am 13. Januar nach jahrelangen Kämpfen das Recht, seinen Namen auf seine Produkte zu schreiben. Nach ihrer Entscheidung sahen die kantonalen Behörden kein Risiko, dass die Weißweine aus den rund 28 Hektar großen Weinbergen in der Nähe des Neuenburgersees in der Westschweiz mit dem weltberühmten französischen Sekt verwechselt werden könnten.

Der französische Verband der Champagnerhersteller, die zusammen rund 34.000 Hektar Weinberge bewirtschaften, hatte jedoch Klage eingereicht und hatte nun Recht. Die Entscheidung des Verfassungsgerichts des Kantons Waadt besagt, dass der französische Begriff „Champagner“ durch das bilaterale Abkommen zwischen der Schweiz und der EU exklusiven Schutz genießt. Dies verbietet “jede Verwendung des Namens für Weine, die nicht aus der französischen Champagne stammen”.

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