Das Ranking für Impfungen ändert sich ⋆ Nürnberger Blatt

Impfung

Da der AstraZeneca-Impfstoff in Deutschland nur für Personen unter 65 Jahren empfohlen wird, überarbeitet Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Verordnung zur Festlegung der Impfsequenz. Denn die bisherige Verordnung vom Dezember bezog sich nur auf die mRNA-Impfstoffe von Biontech / Pfizer und Moderna. In dem jetzt bekannten Entwurf rutschen bestimmte Krankheitsbilder in der Rangliste nach oben.

Warum ist die neue Regelung notwendig?

Der Impfstoff von AstraZeneca, der am vergangenen Freitag zugelassen wurde, wird von der Ständigen Impfkommission nur für Personen bis 64 Jahre empfohlen – da bisher viel zu wenig über die Wirksamkeit älterer Menschen bekannt ist. Aus diesem Grund wird auf bestimmte Weise ein zweistufiges Arzneimittel eingeführt: In bestimmten Gruppen erhalten Personen über 65 Jahre eines der wirksameren mRNA-Präparate, während Personen ab 18 Jahren den Vektorimpfstoff von AstraZeneca erhalten sollten.

Wer hat die höchste Priorität für Impfungen?

Dies schließt auch alle Personen über 80 ein. Die folgenden Gruppen sollten die Impfstoffe von Biontech / Pfizer und Moderna an Personen ab 65 Jahren und die Substanz von AstraZeneca an jüngere Personen verabreichen: Krankenschwestern in stationären Einrichtungen und ambulanten Pflegediensten sowie Angestellte in der Medizin Einrichtungen, bei denen ein sehr hohes Expositionsrisiko besteht, wenden Sie sich zuerst.

Dazu gehören Intensivstationen, Notaufnahmen, Rettungsdienste und Impfzentren. Zu dieser Gruppe gehören auch Personen, die Menschen behandeln oder betreuen, bei denen nach einer Infektion ein sehr hohes Risiko für schwere oder tödliche Krankheiten besteht. Dies gilt insbesondere für die Onkologie oder Transplantationsmedizin.

Wer gehört zur zweiten Gruppe mit hoher Priorität?

Zweitens werden Menschen über 70 nach Alter geimpft. Die folgenden Gruppen sind für die mRNA-Impfung für Menschen über 65 und die AstraZeneca-Impfung für jüngere Menschen vorgesehen: Menschen mit Trisomie 21 und Patienten nach einer Organtransplantation.

Eingeschlossen sind auch Menschen mit Demenz oder geistigen Behinderungen, mit psychiatrischen Erkrankungen wie bipolaren Störungen, Schizophrenie und schwerer Depression sowie Menschen mit bestimmten Bluterkrankungen. Zu dieser Gruppe gehören auch Krebspatienten vor oder während der Krebsbehandlung.

Schließlich umfasst die zweite Gruppe Menschen mit schwerer chronischer Lungenerkrankung, bestimmten Fällen von Diabetes, chronischer Leber- und Nierenerkrankung oder Fettleibigkeit.

Bis zu zwei enge Kontaktpersonen können bei Personen geimpft werden, bei denen nach Einschätzung eines Arztes ein hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf besteht. Zu dieser Gruppe gehören auch Betreuer für geistig oder geistig behinderte Menschen sowie Ärzte und Mitarbeiter, die regelmäßig direkten Patientenkontakt haben.

Polizei- und Strafverfolgungsbeamte, die beispielsweise aufgrund ihrer Demonstrationsarbeit einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind, haben einen Impfanspruch mit hoher Priorität.

Wer gehört zur dritten Gruppe mit höherer Priorität?

Diese Gruppe umfasst alle Personen ab 60 Jahren, ansonsten wird nicht zwischen Zubereitungen und Altersgruppen unterschieden. Ansonsten sind hier Personen mit Immunschwäche oder HIV-Infektion, Autoimmunerkrankungen oder Rheuma, Patienten mit Herzinsuffizienz, Arrhythmie, Vorhofflimmern, koronarer Herzkrankheit oder Bluthochdruck eingeschlossen. Jeder, der an einer chronischen neurologischen Erkrankung oder Asthma leidet, ist einer von ihnen. Schließlich werden entzündliche Darmerkrankungen und andere Fälle von Diabetes mellitus aufgezeichnet.

Zur dritten Gruppe gehören schließlich auch Mitarbeiter staatlicher Institutionen wie des Bundestages, Regierungen und Verwaltungen, der Streitkräfte, der Polizei, des Zolls, der Feuerwehr, des Katastrophenschutzes einschließlich technischer Hilfsorganisationen und der Justiz.

Zu dieser Gruppe gehört auch jeder, der in einer Apotheke, in der Pharma- oder Lebensmittelindustrie, in der Wasser- und Energieversorgung, in der Abfallwirtschaft oder in Transport und Verkehr arbeitet. Schließlich werden hier Mitarbeiter des Lebensmitteleinzelhandels, Pädagogen und Lehrer sowie Menschen mit prekären Arbeits- oder Lebensbedingungen erfasst.

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