Das Gericht fügt Informationen zur Beendigung des Verfahrens gegen den Metzelder-Chat-Partner ür Nürnberger Blatt hinzu

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Das Hamburger Amtsgericht hat erneut seine Einzelheiten zur Einstellung des Strafverfahrens gegen einen Chat-Partner im Fall Metzelder dargelegt. Laut der Pressestelle des Gerichts gab die Angeklagte am Montag durch ihren Verteidiger zu, dass sie mit dem ehemaligen Profifußballer Christoph Metzelder eine fragwürdige Chat-Kommunikation über kinderpornografische Bilder geführt hatte. Gleichzeitig betonte sie jedoch, dass sie dies nur getan habe, um den Inhalt an die Polizei weiterzugeben.

Dem Gericht zufolge bedauerte der 42-Jährige auch, das Material am folgenden Arbeitstag nicht an die Ermittler übergeben zu haben. Das Verfahren gegen sie war am Freitag gegen eine Geldanforderung von 500 Euro eingestellt worden. Der Anklageschrift zufolge hätte die Frau im Sommer 2019 versuchen sollen, Kinderpornografie in Chats mit dem ehemaligen Nationalspieler zu erhalten, indem sie die Aufnahmen positiv kommentierte und Erklärungen abgab, die angeblich ein Interesse daran bekundeten.

Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat dies als Straftat eingestuft. Im Verfahren weigerte sich der Angeklagte zunächst wiederholt, das Verfahren gegen Zahlung einer Geldbuße einzustellen. Im April erließ das Bezirksgericht einen Strafbefehl, gegen den die Frau Berufung einlegte, bevor sie schließlich nachgab.

Laut der Pressestelle des Gerichts am Montag bestand sie jedoch auf ihrer “Position, dass ihr Verhalten keine Straftat darstelle”. Es ging nicht darum, in den Besitz von Kinderpornografie zu gelangen. Die Pressestelle ergänzte ihre eigene Botschaft vom Freitag, in der gesagt wurde, der Angeklagte habe “das Verbrechen eingestanden”.

Metzelder wurde vor etwa zwei Wochen in Düsseldorf wegen Besitzes und Verbreitung von Kinderpornografie zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Das Urteil ist endgültig. Die Ermittler fanden pornografische Dateien für Kinder und Jugendliche auf seinem Handy. Das Gericht stellte fest, dass der Angeklagte 2019 insgesamt 29 Bild- und Videodateien an drei Frauen gesendet hatte.

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