Das Fotografieren toter Unfallopfer ist ab Januar strafbar

Symbolisches Bild: Fotograf

Ab dem nächsten Jahr wird es strafbar sein, Unfallopfer zu fotografieren oder zu filmen. Das unbeabsichtigte Fotografieren unter dem Rock oder im Ausschnitt wird dann strafbar gemacht: Das Bundesjustizministerium hat am Mittwoch darauf hingewiesen. “Unser Strafrecht schützt von nun an besser vor berüchtigten Fotos und Videos”, sagte Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD).

Nach Angaben des Ministeriums war es bisher nur eine Straftat, Fotos und Videos von noch lebenden Unfallopfern aufzunehmen und zu verbreiten. Dies gilt künftig auch dann, wenn die Opfer gestorben sind. “Wir müssen den Verwandten das zusätzliche Leid ersparen, dass auch Bilder ihrer verstorbenen Eltern oder Kinder verbreitet werden”, sagte Lambrecht.

Sogenannte “Upskirting” und “Downblousing”, die heimlich in der Öffentlichkeit stattfinden, sind nun ebenfalls verboten. Es geht darum, Fotos unter dem Rock oder im Ausschnitt von Frauen zu machen. Bisher hat sich das Verbot laut Ministerium nur auf Aufnahmen ausgeweitet, die beispielsweise in einer Wohnung oder einer Umkleidekabine gemacht wurden. “Eine Frau heimlich unter dem Rock oder im Ausschnitt zu fotografieren, ist ein dreister voyeuristischer Angriff, den wir jetzt strafbar gemacht haben”, erklärte Lambrecht.

In Zukunft könnten Täter dafür vor Gericht gestellt werden. Es bestand die Gefahr einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder Geldstrafen, und das Handy des Täters konnte beschlagnahmt werden.

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