Das Finale des Eurovision Song Contest startete vor 3500 Zuschauern ⋆ Nürnberger Blatt

Eurovision Song Contest 2021 – Bild: NPO / NOS / AVROTROS

Das große Finale des Eurovision Song Contest begann am Samstagabend in den Niederlanden vor rund 3.500 Zuschauern in der Halle. Trotz der Koronapandemie strömten die Fans in die Ahoy Arena in Rotterdam, wo 26 Sänger und Musikgruppen um den ersten Platz in der Endrunde des diesjährigen ESC kämpfen. Die Favoriten waren Italien, Frankreich und Malta. In den Wettbüros fiel der deutsche Sänger Jendrik mit seiner Popnummer „I Don’t Feel Hate“ am Ende des Feldes zurück.

Der ESC wird letztes Jahr zum 65. Mal nach einer erzwungenen Corona-Pause abgehalten. Aufgrund der Koronapandemie wurde der im Frühjahr 2020 in Rotterdam geplante Wettbewerb zum ersten Mal in seiner Geschichte abgesagt. Jetzt durfte der weltweit angesehenste Musikwettbewerb unter strengen Corona-Hygieneanforderungen stattfinden. Alle Teilnehmer und die Zuschauer mussten sich zuvor einem Koronatest unterziehen. Tausende Fans mussten zu Hause bleiben, weil die Anzahl der Zuschauer streng begrenzt war. Mehrere Millionen Menschen sehen sich das Spektakel immer vor dem Fernseher an.

Der Wettbewerb sollte diesmal wirklich spannend sein: Zu den stärksten Konkurrenten um den Sieg zählen derzeit die Französin Barbara Pravi mit ihrer „Voilà“ und die Sängerin Destiny for Malta mit „Je Me Casse“. Die italienische Band Maneskin gilt ebenfalls als Favorit. Mit ihrem „Zitti E Buoni“ bringen die Italiener ein Protestlied im Rockstil in den Wettbewerb ein, das oft von flachem Pop angetrieben wird.

Für Jendrik aus Hamburg stehen die Chancen jedoch schlecht, der Sänger, der mit seiner Ukulele auftritt, liegt in den Wettbüros weit zurück. Beim letzten Wettbewerb im Vor-Corona-Jahr 2019 hat das deutsche Duo S! Sters in Tel Aviv wurde Dritter von unten.

Aufgrund des Sieges des Niederländers Duncan Laurence im Jahr 2019 findet der Wettbewerb in den Niederlanden statt. Der Sänger konnte am Samstagabend nicht im Finale sein und live auftreten: Er war mit Corona infiziert. Im ersten Halbfinale am Dienstagabend hatte Laurence noch gespielt.

Mitglieder der isländischen und polnischen ESC-Delegation hatten zuvor positive Tests durchgeführt. Deshalb tritt die isländische Band Dadi og Gagnamagnid nicht live in Rotterdam auf, sondern wird per Video aufgenommen. Auch sie hat die Chance auf einen Sieg.

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