Curevac hofft, bis Ende Juni genügend Daten für die Impfstoffzulassung zu haben ⋆ Nürnberger Blatt

Impfstoff – Bild: MargJohnsonVA über Twenty20

Bis Ende Juni hofft der Pharmakonzern Curevac auf genügend Daten für die Zulassung seines Corona-Impfstoffs. Das berichtete die „Augsburger Allgemeine“ am Mittwoch unter Berufung auf eine Unternehmenssprecherin. Dementsprechend verzögert sich der Zeitpunkt, weil sich im Rahmen der entscheidenden klinischen Zulassungsstudie nicht genügend Teilnehmer mit dem Coronavirus infiziert haben.

Für das endgültige Datenpaket werden nach Angaben der Zeitungssprecherin mindestens 160 Infizierte unter den knapp 40.000 Teilnehmern benötigt. Aktuell sind es nur noch 111. Der Wirkstoff von Curevac befindet sich seit Februar in einem sogenannten rollierenden Zulassungsverfahren bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA). Ursprünglich rechnete das Unternehmen mit Genehmigung im Mai oder Juni.

Am Dienstag gab es Berichte, wonach Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in einer Konferenz mit seinen Kollegen in den Bundesländern die Erwartung geäußert habe, dass mit einer Zulassung des Curevac-Impfstoffs nicht vor August zu rechnen sei. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es jedoch nicht.

Nach ersten Planungen soll der Impfstoff des Tübinger Unternehmens ab Sommer tatsächlich eine Rolle in der deutschen Impfkampagne spielen. In der vom Bundesgesundheitsministerium im Internet veröffentlichten Lieferprognose für den Rest des Jahres wird das Curevac-Präparat jedoch aktuell nicht mehr erwähnt.

Der Impfstoff von Curevac basiert, wie die bereits zugelassenen Konkurrenzprodukte der Hersteller Biontech / Pfizer und Moderna, auf der innovativen mRNA-Technologie. In früheren klinischen Studien hat es sich nach früheren Unternehmensangaben auch als sehr sicher und wirksam erwiesen. Curevac arbeitet seit Monaten daran, ein großes Produktionsnetzwerk mit anderen Pharmaunternehmen aufzubauen.

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