Corona statt Urlaub: Wann eine gute Reiserücktrittsversicherung sinnvoll ist

(Symbolfoto: pixa)

Die Urlaubsplanung ist während der Corona-Pandemie unsicherer als sonst. Wer plötzlich und schwer erkrankt – zum Beispiel an Covid-19 – seine Reise nicht wie geplant antreten kann. Um nicht mit Tausenden von Euro allein gelassen zu werden, kann es sich für Reisende lohnen, eine Reiserücktrittsversicherung abzuschließen. Diese übernimmt die Kosten, wenn die Reise aus triftigen Gründen nicht stattfinden kann. Doch nicht alle Versicherer tragen die Stornokosten, wenn die Reise wegen Corona fehlschlägt. Der Finanzberater Finanztip hat sich die Konditionen der Reiseversicherung genau angeschaut und empfiehlt verlässliche Tarife.

Steigende Vorfälle, viele Virusvarianten: Bei einer plötzlichen Erkrankung muss auch eine sehr teure Reise kurzfristig abgesagt oder abgebrochen werden. Wenn Sie in einem solchen Fall hohe Kosten vermeiden möchten, können Sie eine Reiserücktrittsversicherung abschließen. „Die Reiserücktrittsversicherung zahlt, wenn Sie Ihre Reise aus schwerwiegenden und unerwarteten Gründen absagen müssen“, erklärt Finanztip-Reiseexperte Max Mergenbaum. „Das kann eine plötzliche Krankheit sein, aber auch ein Unfall oder der Tod eines Angehörigen.“ Grundsätzlich lohnt sich eine Reiserücktrittsversicherung am ehesten bei länger geplanten, besonders teuren Reisen. Es ist auch sinnvoll für Menschen, die ein höheres Stornorisiko haben, zum Beispiel Familien mit kleinen Kindern oder Senioren. Wenn Sie eine Reiserücktrittsversicherung abschließen, sollten Sie unbedingt einen Tarif wählen, der Zahlungen bei Reiseabbruch beinhaltet. „Dann zahlt die Versicherung auch, wenn Sie Ihre Reise vor Ort abbrechen müssen“, sagt Mergenbaum.

Nicht jede Versicherung zahlt während einer Pandemie

Aber Vorsicht: Einige Reiseversicherungen enthalten eine Restriktionsklausel, die Leistungen im Falle einer Pandemie ausschließt. Verbraucher sollten die Finger von solchen Verträgen lassen. „Wir bei Finanztip empfehlen nur Tarife, die keine Pandemieklausel haben“, sagt Mergenbaum. Mittlerweile funktionieren gute Reiserücktrittsversicherungen auch dann, wenn jemand als Ansprechpartner in persönlicher Quarantäne sein muss. Die Angst vor einer Ansteckung mit dem Virus reicht jedoch keiner Versicherungsgesellschaft aus, um im Falle einer Absage das Geld zurückzubekommen. Gleiches gilt für regionale und überregionale Quarantänemaßnahmen im Heimatland oder am Reiseziel. „Hier handelt es sich um höhere Gewalt, die ausdrücklich vom Versicherungsschutz ausgenommen ist“, erklärt Mergenbaum.

Travelsecure und Allianz versichern Corona-Reiserücktritt

Im letzten Finanztip-Vergleich schnitten die Reiserücktrittstarife von Travelsecure und Allianz Travel am besten ab. Beide Tarife zahlen auch, wenn der Versicherte schwer an Covid-19 erkrankt. Wer sich für den Fall versichern möchte, dass er die Reise aufgrund persönlicher Quarantänemaßnahmen nicht antreten kann, kommt als Neukunde bei Allianz Travel günstiger davon. Seit Dezember 2020 ist die persönliche Quarantäne standardmäßig im Allianz-Tarif versichert.

Um den gleichen Schutz bei Travelsecure zu erreichen, müssen Kunden zusätzlich zur Reiserücktrittsversicherung für jede einzelne Reise ein Corona-Anschreiben buchen. Es gibt zwei Varianten: In der Basisvariante ist der Reiserücktritt wegen Quarantäne vor Reiseantritt versichert, während die Premiumvariante auch die Reiseunterbrechung beinhaltet. „Die Zusatzversicherung verteuert den Tarif deutlich“, sagt Mergenbaum. „Zusätzlich zur eigentlichen Reiserücktrittsversicherung zahlen Singles rund 23 Euro zusätzlich für den Prämienversicherungsschutz, für Familien sind es zusätzlich 108 Euro.

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