CDU-Spitze in Sachsen-Anhalt gibt grünes Licht für Sondierungsgespräche ⋆ Nürnberger Blatt

CDU – Bild: CDU / Laurence Chaperon

Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gab die CDU-Spitze grünes Licht für Sondierungsgespräche über eine mögliche Zusammenarbeit mit SPD, FDP und den Grünen. Der Landesvorstand und die Kreisvorsitzenden fassten die Entscheidung einstimmig, wie der CDU-Landesvorsitzende Sven Schulze am Montagabend der Nachrichtenagentur AFP in Magdeburg mitteilte. Die Christdemokraten wollen inhaltliche Überschneidungen mit den drei Parteien ausloten. Es gebe “keine Präferenz”, betonte Schulze.

Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hatte zuvor gesagt, er gehe aufgeschlossen in die Gespräche. Gleichzeitig betonte er, dass er eine stabile Regierung anstrebe und „keine lockeren Spiele“.

Der Landesvorstand der SPD Sachsen-Anhalt hat am Montag in Magdeburg einstimmig beschlossen, das Erkundungsangebot der CDU anzunehmen. Auch der Landesparteirat, der die SPD-Kreisverbände vertritt, stimmte einstimmig für solche Gespräche, wie die Partei am Abend in Magdeburg mitteilte.

Bei der Landtagswahl am Sonntag war die CDU mit 37,1 Prozent der Stimmen klar die stärkste Kraft, vor der AfD mit 20,8 Prozent. Neben einer Fortführung der bisherigen kenianischen Koalition aus CDU, SPD und Grünen kommt auch ein Bündnis der CDU mit FDP und SPD oder mit FDP und Grünen in Betracht. Nach dem vorläufigen Endergebnis hätte selbst ein schwarz-rotes Bündnis eine sehr knappe parlamentarische Mehrheit von einer Stimme.

Die FDP-Spitzenkandidatin Lydia Hüskens sagte am Montag in Berlin, dass ihre Partei im Falle einer schwarz-roten Allianz nicht als dritte Partnerin teilnehmen wolle. Die Liberalen wollten kein “Ersatzreifen” sein, sagte Hüskens.

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