Bundeswehr bereitete sich auf alle Szenarien für Afghanistan vor ⋆ Nürnberger Blatt

Eva Högl - Bild: Achim Melde / Bundestag
Eva Högl – Bild: Achim Melde / Bundestag

Die Bundeswehr ist nach den Worten der Bundestagsverteidigungskommissarin Eva Högl auf eine mögliche Ausweitung des internationalen Truppeneinsatzes in Afghanistan vorbereitet. “Die Bundeswehr hat sich auf alle Szenarien vorbereitet”, sagte der SPD-Politiker gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND / Mittwochsausgaben), um entgegen den Plänen eine Verlängerung des Mandats über den April hinaus zu planen.

Unabhängig davon, wie die Entscheidung getroffen wird, müssten alle Schritte mit den internationalen Partnern, insbesondere mit den USA, koordiniert werden, sagte Högl. „Wir sind zusammen drin, wir gehen alle zusammen raus. Sicherheit muss oberste Priorität haben. „Es ist gut, dass US-Präsident Joe Biden auf Partnerschaft setzt. “Die Rückzugsperspektive muss jedoch vorhersehbar sein”.

Die NATO-Verteidigungsminister diskutierten am Donnerstag, ob die NATO ihre Operation in Afghanistan Ende April beenden wird, wie die US-Regierung unter Ex-Präsident Donald Trump mit den Taliban vereinbart hatte. Derzeit laufen in Berlin Konsultationen zur Verlängerung des Bundeswehrmandats.

Högl forderte auch eine “ehrliche” Bestandsaufnahme der 20 Dienstjahre. 59 Soldaten der Bundeswehr starben im Einsatz. Wir brauchen eine ehrliche Debatte darüber, was wir erreicht haben. Sie erwartet daher “eine detaillierte Bilanz der Bundesregierung”, die öffentlich diskutiert werden muss. Aber selbst wenn nicht alle Ziele erreicht worden waren und der Friedensprozess im Hindukusch fragil blieb, hätten die Soldaten “einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit im Land geleistet”, betonte der Kommissar der Streitkräfte.

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