Bundesumweltministerin Schulze sieht Deutschland beim Wasserberger Nürnberger Blatt vor “enormen Herausforderungen”

Wasser – Bild: Vinokurov_Yury über Twenty20

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) sieht Deutschland beim Thema Wasser vor “enormen Herausforderungen”. Der Klimawandel stellt “zunehmend alte Gewissheiten in Frage”, sagte Schulze am Dienstag bei der Vorstellung ihres Entwurfs für eine “Nationale Wasserstrategie”, die in enger Zusammenarbeit mit Ländern und Kommunen sowie Forschung, Zivilgesellschaft und Wasserwirtschaft angestrebt wird um die nachhaltige Nutzung dieser lebenswichtigen Ressource zu gewährleisten.

„Drei Jahre Dürre in Folge haben gezeigt, dass Deutschlands Wasserreichtum keine Selbstverständlichkeit mehr ist“, erklärt Schulze. Auch das Thema Wasserverschmutzung sei trotz einiger Erfolge “noch in weiter Ferne”. Ihr Ziel ist, dass auch in 30 Jahren sauberes Wasser „immer und überall in Deutschland ausreichend zur Verfügung steht“. Dafür müssten Grundwasser, Seen, Bäche und Flüsse sauberer werden. Zudem müssen Infrastruktur, Landnutzung und Stadtentwicklung besser an die Folgen des Klimawandels angepasst werden.

Im Zentrum des Entwurfs stehen Dienstleistungen von allgemeinem Interesse, so das Umweltministerium. Alle Bürger sollen sich auch in Zukunft „auf eine sichere, bezahlbare und effiziente Wasser- und Abwasserversorgung verlassen können“. Aber auch die Pflege von Tieren und Pflanzen steht im Fokus.

Auch der Strategieentwurf, der insgesamt 57 Maßnahmen wie Vorschläge für eine „Wassernutzungshierarchie“, eine überregionale Wasserversorgung und sogenannte „Smart Water Tarife“ für niedrigere Preise in Zeiten geringerer Nachfrage umfasst, unterstreicht Versorgungssicherheit als Wirtschaftsfaktor.

Als wichtigen Zwischenschritt bezeichnete Schulze den Entwurf für eine „Nationale Wasserstrategie“. Der nächste Schritt sei nun, den Entwurf in “eine breit abgestützte nationale Wasserstrategie als Grundlage für zukünftige Regierungen” zu verwandeln.

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