Bundestag beschließt, die Bundeswehrmission in Afghanistan zu verlängern ⋆ Nürnberger Blatt

Symbolbild: Bundeswehr

Die Bundeswehr kann weitere zehn Monate an der von der NATO geführten Operation in Afghanistan teilnehmen. Am Donnerstag stimmte der Bundestag für eine Verlängerung des Mandats bis zum 1. Januar 2022. 432 Abgeordnete stimmten für die Fortsetzung der Operation, 176 stimmten dagegen und 21 enthielten sich der Stimme. Dem Beschluss zufolge beträgt die maximale Anzahl der eingesetzten deutschen Soldaten weiterhin maximal 1.300.

Die Bundeswehr ist für eines von fünf NATO-Gebieten im Norden Afghanistans zuständig. Derzeit sind rund 1.100 deutsche Soldaten vor Ort. Die Bundeswehr hat derzeit das zweitgrößte Kontingent nach der US-Armee, die nach einem deutlichen Truppenabbau unter dem ehemaligen Präsidenten Donald Trump 2.500 Soldaten im Land hat.

Wie die NATO-Mission fortgesetzt wird, ist unklar. Die Trump-Regierung hatte den radikalen islamischen Taliban den Abzug aller internationalen Truppen bis zum 30. April dieses Jahres versprochen. Die neue US-Regierung unter Joe Biden hat hierzu noch keine Position definiert. In seiner ersten Pressekonferenz seit seinem Amtsantritt bestätigte Biden am Donnerstag, dass es “taktisch schwierig” sei, die von Trump vereinbarte Frist einzuhalten.

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) begrüßte die Bundestagsabstimmung. “Wir brauchen diese Flexibilität”, sagte er im Onlinedienst Twitter. “Wir wollen unser militärisches Engagement in Afghanistan gemeinsam im Bündnis beenden”, aber dies sollte auf verantwortungsvolle Weise geschehen. “Dafür brauchen wir mehr Zeit”, erklärte Maas.

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