Bundesschülerkonferenz fordert erste Schritte zur Eröffnung von Schulen ⋆ Nürnberger Blatt

Schüler lernen – Bild: nina_p_v über Twenty20

Die Bundesschülerkonferenz hat die ersten Schritte zur Wiedereröffnung der Schulen gefordert. „Es macht mir Angst, wenn ich höre, dass einige Leute bis Ostern die Schulen schließen wollen. Das darf nicht passieren “, sagte der Generalsekretär der Konferenz, Dario Schramm, gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Dienstagausgabe). Der Infektionsschutz ist wichtig, insbesondere im Hinblick auf die Mutationen des Coronavirus, aber auch “erste Schritte” sind erforderlich.

“Wir brauchen die Perspektive, dass die Schulen allmählich zur Normalität zurückkehren”, sagte der Vertreter der Schüler. Insbesondere forderte er, dass es nun abwechselnd Unterricht in kleineren Gruppen für Abschlussklassen und jüngere Schüler in allen Bundesländern geben sollte. Dies ist wichtig, damit sich jeder gut auf seine Prüfungen vorbereiten kann und „sich die Ungerechtigkeit im Bildungsbereich nicht verschlimmert“.

Solange das Lernen nur zu Hause stattfindet, sind alle auf ihre technischen Mittel und die Unterstützung ihrer Eltern angewiesen, sagte der Generalsekretär der Bundesschulkonferenz. „Einige haben nicht einmal einen ruhigen Raum zum Lernen. Das führt zu einer enormen Ungleichheit der Chancen. “ Schramm nannte es auch psychologisch wichtig, dass Schulkinder “jetzt richtig zusammenkommen – und nicht nur online”.

Das Bundesministerium für Bildung hat von Wissenschaftlern erstellte Richtlinien für den Präsenzunterricht während der Koronapandemie veröffentlicht. Dementsprechend ist eine solche Lektion unter Einhaltung strenger Regeln zur Infektionskontrolle möglich. Die Wissenschaftler gaben unter anderem konkrete Empfehlungen zur Reduzierung der Klassengröße, zum Tragen von Masken, zur Beatmung und zum Umgang mit vermuteten Koronafällen.

Im Rahmen der seit Dezember in Deutschland angespannten Situation sind Schulen und Kindertagesstätten weitgehend geschlossen. Die Sperrung wurde auf den nächsten Sonntag beschränkt. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Bundesländer wollen am Mittwoch über das weitere Vorgehen diskutieren.

Die Zahl der Infektionen in Deutschland ist seit Wochen rückläufig. Das Ziel von Bund und Ländern, die sogenannte 7-Tage-Inzidenz – also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in diesem Zeitraum – auf unter 50 zu senken, wurde noch nicht erreicht. Die Situation ist auch komplizierter geworden, da neue Formen des Virus auftauchen, die als besonders ansteckend gelten.

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