Bundesregierung prüft Sonderregelungen für die Teilnahme an der Fußball-EM ⋆ Nürnberger Blatt

Fußball – Bild: Wandeaw über Twenty20

Die Bundesregierung prüft eingeschränkte Sonderregelungen für die Fußball-Europameisterschaft, um insbesondere die Einreise von Mannschaften aus Großbritannien zu ermöglichen. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) setze sich dafür ein, dass die EM in Deutschland stattfinden kann, sagte ein Sprecher seines Ministeriums am Mittwoch. Derzeit werde geprüft, “welche eng begrenzten Anpassungen der Zugangsvoraussetzungen für die Teilnehmer nun vorzunehmen sind”.

Unter den aktuellen Bedingungen sei der Verlauf der Fußball-Europameisterschaft ansonsten fraglich, sagte der Sprecher. Er wies darauf hin, dass im in München angesetzten Viertelfinale zuvor Mannschaften ihr Achtelfinale in Großbritannien bestritten. Dies kollidiert derzeit mit den Quarantäneregeln beim Betreten aus einem sogenannten Virenvariantengebiet.

Großbritannien wird derzeit in diese Kategorie eingeordnet. Dies schränkt den Zugang drastisch ein. Unter anderem besteht eine zweiwöchige Quarantänepflicht, die durch negative Tests nicht verkürzt werden kann.

Seehofers Sprecher verwies darauf, dass sich der Profisport an „besondere Schutzkonzepte“ halten könne. Die Fußball-Europameisterschaft wird so organisiert, dass den notwendigen Anforderungen an den Infektionsschutz Rechnung getragen wird. Es werde nun geprüft, “wie wir das organisieren können”. Ansonsten kommt für das Viertelfinale der Austragungsort München in Frage.

Die Fußball-Europameisterschaft beginnt am 11. Juni und wird in mehreren europäischen Städten ausgetragen. In München finden die drei Gruppenspiele der deutschen Nationalmannschaft und ein Viertelfinale statt. Das Finale findet am 11. Juli in London statt.

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