Bundespolizei hindert linke Politiker an Reisen in kurdische Gebiete

(Beispielfoto: nex24)

Die mörderischen Schergen der Terrororganisation PKK

Ein Gastbeitrag von Nabi Yücel

Von der Schweiz nach Schweden: Die völkisch-kurdische Terrororganisation PKK setzt auf die Solidarität europäischer Handlanger in Politik und Gesellschaft, auch in Deutschland. Politiker, Journalisten und Führer ziviler Organisationen sollen nun die geschwächte PKK im Nordirak retten und werden von deutschen und kurdischen Behörden daran gehindert.

Alles begann am vergangenen Freitag mit einem dringenden Appell des Terrorprinzen Murat Karayilan: „Lass uns in Ruhe; greift schließlich ein; wir waren nie gegen die örtliche Behörde; höre auf dein Gewissen; Ich rufe alle auf, die ein Gewissen haben; Ich rufe alle Parteien, alle Gruppen auf; bleib nicht stehen, steig ein.”

Wenige Stunden später, am Samstag, wollen Hamburgs Linkspolitikerin Cansu Özdemir, der ehemalige Hamburger Linksabgeordnete Martin Dolzer und eine 20-köpfige Delegation in die nordirakische Hauptstadt der Autonomen Kurdenregion fliegen. Am Düsseldorfer Flughafen werden die Schergen der PKK von der Bundespolizei festgehalten und dürfen das Land nicht verlassen.

Der Bundespolizei in Düsseldorf wurde ein Ausreiseverbot erteilt, weil unter anderem PKK-nahe Verbände im Nordirak die Einrichtung von „menschlichen Schilden“ gefordert hatten, um die Angriffe der Peschmergas und der türkischen Armee gegen der Terrororganisation PKK. Befürchtet wird auch, dass der Aufruf der PKK darauf abzielt, gewaltbereite Jugendliche zu rekrutieren, die dort in der Region Gewalt gegen Sicherheitskräfte anwenden.

(Screenshot / Twitter)

Das gleiche Vorgehen in Erbil, Nordirak: Der Berliner Linksabgeordnete Hakan Taş behauptet, von der kurdischen Autonomiebehörde im Nordirak im Sicherheitsbereich des Flughafens Erbil 15 Stunden lang festgehalten worden zu sein. Ihm wird geraten, sich aus „bestimmten Dingen“ herauszuhalten. Danach darf er ins Land einreisen, Hakan Taş darf das umstrittene Gebiet aber immer noch nicht betreten.

Seit Tagen kämpft die Terrororganisation PKK mit den kurdischen Peschmergas der Autonomiebehörde in der Autonomen Kurdenregion Nordirak nahe dem berüchtigten Lager Machmur. Nach Informationen aus Erbil wurden in den vergangenen Tagen ein Dutzend Peschmergas getötet, mehrere Nachbardorfbewohner vertrieben oder ihr Hab und Gut zerstört. Die Kurdische Nationalbehörde will den Versuch der Terrororganisation PKK, sich in diesem Gebiet weiter zu etablieren, untergraben und fordert die PKK nachdrücklich auf, das Hoheitsgebiet zu räumen.

Offensichtlich befürchtet die Terrororganisation PKK einen Kontrollverlust über das nordirakische Gebiet Dohuk entlang des Metina-Gebirges, in dem sie bisher die Kontrolle mit Waffengewalt ausübte. Die kurdische Autonomiebehörde will das Geschehen nicht mehr mitverfolgen und fordert die PKK auf, das Gebiet zu evakuieren. Die PKK wiederum warnte die Peshmergas, weiter nach Dohuk oder Metina vorzudringen.

Die Kurdische Nationalbehörde meldet seit Anfang Juni Angriffe der PKK auf ihre Sicherheitskräfte. Der Premierminister der kurdischen Autonomen Autonomiebehörde, Masrour Barzani, twitterte, er verurteile die Angriffe der PKK. Barzani forderte das kurdische Parlament und die Parteien auf, „mit einer Stimme gegen diese Aggression zu sprechen“.

Der britische Generalkonsul in Erbil, James Thornton, twitterte: „Ich verurteile heute den Angriff der PKK auf die Peshmerga“ und drückte den Familien der Opfer ihr Beileid aus.


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und geben nicht unbedingt den Standpunkt von nex24 wieder.


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