Bildungsminister warnen vor der Stigmatisierung von Kindern in der Koronapandemie ⋆ Nürnberger Blatt

Zurück in die Schule – Bild: Maria_Sbytova über Twenty20

Die Ständige Konferenz der Minister für Bildung und Kultur (KMK) hat vor einer Stigmatisierung von Kindern und Jugendlichen aufgrund erhöhter Inzidenzwerte infolge einer erweiterten Teststrategie in Schulen gewarnt. “Tests sind eine sehr wichtige Komponente, um die Schulen offen zu halten”, sagte die KMK-Vorsitzende Britta Ernst (SPD) am Freitag. “Aber natürlich schließen wir unsere Augen nicht vor der Realität und betrachten den Infektionsprozess mit Besorgnis.” Kinder und Jugendliche sind jedoch nicht der Motor des Geschehens.

Die KMK hat immer auf die Folgen der Pandemie für Kinder und Jugendliche hingewiesen und sich dafür eingesetzt, dass die Schulen offen bleiben, sagte der brandenburgische Bildungsminister. Nach einer zweitägigen virtuellen Konferenz sprach sich die KMK am Freitag erneut gegen Automatismen aus, als die Schulen geschlossen wurden.

Dies ausschließlich vom Inzidenzwert abhängig zu machen, sei unzureichend, erklärten die Abteilungsleiter. Zunehmende Tests durch Schüler und Lehrkräfte führten unweigerlich zu höheren Inzidenzwerten. Bei Entscheidungen über Schulschließungen sollte daher geprüft werden, welche anderen Kriterien ebenfalls berücksichtigt werden könnten.

“Viele Kinder und Jugendliche leiden unter der Pandemie”, sagte Ernst nach den Überlegungen. Um die Konsequenzen für sie so gering wie möglich zu halten, ist es die Priorität der Bildungsminister, “die Schulen so lange wie möglich offen zu halten”.

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