Biden will neue Familienpolitik mit höherer Kapitalertragssteuer finanzieren ⋆ Nürnberger Blatt

Joe Biden – Bild: Adam Schultz / Weißes Haus

US-Präsident Joe Biden will seine Reformpläne für die Familienpolitik mit einer Erhöhung der Kapitalertragssteuer finanzieren. Die vorgeschlagene Steuererhöhung für Einkünfte aus Aktienverkäufen und anderen Vermögenswerten wird nur wohlhabende US-Bürger mit einem Jahreseinkommen von 1 Million US-Dollar betreffen, sagte Brian Deese, Wirtschaftsberater im Weißen Haus, am Montag. Dies gilt für 500.000 Haushalte und damit 0,3 Prozent der Steuerzahler.

Medienberichten zufolge soll die Kapitalertragssteuer von derzeit 20 Prozent auf 39,6 Prozent erhöht und damit praktisch verdoppelt werden.

Biden wird voraussichtlich diese Woche Pläne für ein Familienprogramm in Höhe von 1,8 Billionen US-Dollar vorstellen, das landesweite Kinderhilfe, bezahlten Elternurlaub und kostenlose öffentliche Schulen umfasst. “Dies wird ein Plan sein, der Kindern und Familien wichtige Unterstützung und unserer Wirtschaft wichtige Unterstützung bietet”, sagte Deese, Leiterin des Nationalen Wirtschaftsrats im Weißen Haus.

Biden wird am Mittwoch vor beiden Kammern des US-Kongresses sprechen, wo die Pläne wahrscheinlich zu heftigen Debatten führen werden. Der US-Präsident hatte zuvor erklärt, dass wohlhabende Menschen “ihren gerechten Anteil” zahlen müssten, um seine politischen Prioritäten zu unterstützen. Er hat sich trotz der Widersprüche von Kongress und Wirtschaft nicht von dieser Aussage entfernt. Umfragen zufolge wird diese Haltung von den meisten US-Bürgern unterstützt.

Bidens umfangreiches Infrastrukturprogramm in Höhe von 2 Billionen US-Dollar soll zum Teil durch höhere Unternehmenssteuern finanziert werden. Hier hat Biden eine Erhöhung von 21 auf 28 Prozent vorgeschlagen.

Leave a Comment