Berlin und Rom zur Aktualisierung des Flüchtlingsabkommens mit Ankara ⋆ Nürnberger Blatt

Symbolbild: Flüchtlinge

Beim EU-Gipfel in dieser Woche wollen Deutschland und Italien das Flüchtlingsabkommen mit der Türkei aktualisieren. Angesichts von mehr als drei Millionen Flüchtlingen in der Türkei habe das Land “jeden Anspruch darauf, weiterhin von uns unterstützt zu werden”, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag bei einem Besuch von Italiens Ministerpräsident Mario Draghi in Berlin.

Draghi machte eine ähnliche Aussage. Merkel betonte auch, man sei sich einig, dass „illegale Migration durch legale Migration ersetzt werden muss“. Draghi forderte in diesem Zusammenhang eine stärkere EU-Präsenz in Nordafrika. Der italienische Regierungschef forderte, dort wirtschaftlich und technisch „sichtbarer“ zu werden.

Bei ihrem zweitägigen Treffen in Brüssel ab Donnerstag werden die 27 Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten vor allem über die Corona-Pandemie und konkret über Infektionsereignisse, Impfaktionen, Reisebeschränkungen und die wirtschaftliche Erholung sprechen. Auch die Beziehungen zur Türkei und Russland stehen auf der Tagesordnung. Auch das Thema Migration ist von großer Bedeutung, insbesondere für Italien als Ankunftsland.

Leave a Comment