Berlin drängt auf Zulassung des Biontech-Impfstoffs vor Weihnachten ⋆ Nürnberger Blatt

Symbolisches Bild: Impfung – Bild: TatianaMara via Twenty20

Laut einem Zeitungsbericht der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) drängt die Bundesregierung darauf, dass der vom Mainzer Pharmaunternehmen Biontech und der US-amerikanischen Gruppe Pfizer entwickelte Impfstoff gegen das Coronavirus vor Weihnachten zugelassen wird. Die Bundeskanzlei und das Bundesgesundheitsministerium forderten die EMA intern auf, den Impfstoff bis zum 23. Dezember auf EU-Ebene und damit auch in Deutschland zur Impfung freizugeben, berichtete die Zeitung am Dienstag unter Berufung auf Regierungs- und EU-Kreise.

Die EMA hat bisher eine Entscheidung über den Impfstoff für den 29. Dezember angekündigt. Laut “Bild” wird dies in Kreisen der Bundesregierung als zu spät angesehen. Der Impfstoff von Biontech und Pfizer ist bereits in Großbritannien, den USA und Kanada zugelassen. Dort haben die Impfkampagnen bereits begonnen.

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach kritisierte die EMA dafür, dass sie bei der Zulassung des Impfstoffs hinter den Behörden anderer Länder zurückgeblieben sei. Eine Notfallgenehmigung wie in Großbritannien sei auch in Deutschland rechtlich möglich, sagte er gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Dies sei in diesem Land jedoch nicht vorbereitet worden, “weil die Verzögerung der Genehmigung auf europäischer Ebene einfach nicht zu erwarten war”. Der SPD-Politiker war „überrascht“, dass die EMA noch nicht genehmigt wurde.

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