Auswahl der Jury im Prozess gegen den Tod von George Floyd abgeschlossen ⋆ Nürnberger Blatt

US Justice – Bild: Fotos über Twenty20

Die Auswahl der Jury zum Prozess gegen einen weißen Ex-Polizisten wegen des gewaltsamen Todes des Afroamerikaners George Floyd ist abgeschlossen. Ein 15. Jurymitglied wurde am Dienstag gewählt. Zwölf Geschworene werden ab Montag im Prozess in Minneapolis, Minnesota, über die Schuld oder Unschuld des Angeklagten Derek Chauvin entscheiden. Richter Peter Cahill forderte außerdem die Ernennung von drei Ersatzkandidaten.

Die Auswahl der Jury war äußerst komplex und dauerte zwei Wochen: Die Jury muss offen in die Hauptverhandlung gehen. Es gab jedoch umfangreiche Berichte über Floyds Tod am 25. Mai 2020 und die Handlungen des beschuldigten Ex-Polizisten. Staatsanwaltschaft und Verteidigung stellten zahlreiche Fragen, um zu prüfen, ob sich die Jurykandidaten bereits eine Meinung zu dem Fall gebildet hatten.

Die inhaltlichen Verhandlungen gegen Chauvin, der gegen Kaution auf freiem Fuß ist, beginnen am 29. März. Floyds Tod, der auf einem Handyvideo festgehalten wurde, hatte weltweit Schlagzeilen gemacht und beispiellose Proteste ausgelöst. Chauvin hielt das Knie des 46-Jährigen wegen eines mutmaßlichen falschen 20-Dollar-Scheines etwa neun Minuten lang auf der Straße fest, obwohl Floyd sich mehr als 20 Mal beschwerte, dass er nicht atmen könne.

Floyds Satz „Ich kann nicht atmen“ – „Ich kann nicht atmen“ oder „Ich kann nicht atmen“ – wurde zu einem Motto der Black Lives Matter-Bewegung gegen Rassismus und Polizeigewalt gegen Schwarze. Die Proteste, die teilweise von Unruhen überschattet wurden, hielten die Vereinigten Staaten wochenlang in Atem. Die Klage gegen Chauvin erhält daher enorme Aufmerksamkeit. Es findet unter massiven Sicherheitsvorkehrungen statt und wird live übertragen.

Der nach Floyds Tod freigelassene Polizist wurde unter anderem wegen “Mordes zweiten Grades” angeklagt. Dies entspricht einem Totschlag in einem besonders schweren Fall, wenn auch ohne Absicht zu töten, und kann mit bis zu 40 Jahren Gefängnis bestraft werden. Eine zweite Anklage ist “Totschlag zweiten Grades”.

Anzeige

Leave a Comment