Außenminister Szijjártó: Die Sicherheit der EU hängt von der Türkei ab

Ankara – Bei einem Treffen mit seinem türkischen Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu in Ankara, sagte der ungarische Außenminister Péter Szijjártódass die Sicherheit der EU von der Türkei abhängt und auch an die im Rahmen des Flüchtlingsabkommens versprochenen Zahlungen erinnert wird.

“Ob sie es mögen oder nicht, die Sicherheit Europas liegt größtenteils in den Händen der Türkei”, sagte Szijjártó.

Szijjártó:

„Wir wissen, dass die Türkei mehr als vier Millionen Flüchtlinge aufgenommen hat, und wenn die Türkei nicht gewesen wäre, hätte die Situation ganz anders aussehen können. Hunderttausende von Migranten wären an den Grenzen Europas und Ungarns gelandet. “

Das Migrationsproblem wird immer schlimmer. Nicht nur Sicherheitsfragen, sondern auch Gesundheitsfragen standen im Mittelpunkt. Ein „unkontrollierter Zustrom von Migranten“ führt auch zur „Ausbreitung von Viren“. Die Türkei schützt die Grenzen der EU.

Ungarn hofft, dass sich die Beziehungen zwischen der EU und der Türkei wieder verbessern werden. Internationale Zusammenarbeit ist mehr denn je erforderlich. Dies müsste jedoch auf gegenseitigem Respekt beruhen.

“Wie Sie wissen, wurde in Bezug auf die Beziehungen zwischen der Türkei und der EU viel diskutiert, aber wir sollten es hinter uns lassen und in gegenseitigem Respekt und auf der Grundlage des Völkerrechts und des Vertrauens handeln”, sagte Szijjártó

Die Rolle der Politiker sollte auf Zusammenarbeit und gegenseitigem Respekt beruhen, und eine solche Kultur sollte zurückgegeben werden, anstatt sich gegenseitig anzugreifen, betonte der ungarische Außenminister. Es sollte keine „Doppelmoral und Heuchelei“ mehr geben.

“Wir sollten die Sicherheit der Türkei und der EU nicht riskieren, und wir müssen die Bedingungen einhalten, die in den unterzeichneten Abkommen genannt und festgelegt wurden”, sagte Szijjártó und bezog sich auf die sechs Milliarden Euro, die die Türkei im Rahmen des von versprochenen Flüchtlingsabkommens erhalten hatte die EU. Die Türkei ist in jeder Hinsicht “ein strategischer Partner der EU”. Am Dienstagnachmittag traf der ungarische Außenminister auch mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zusammen.

EU beschließt Sanktionen gegen die Türkei

Am Donnerstag und Freitag will die EU wegen des Gasstreites im östlichen Mittelmeer über Sanktionen gegen die Türkei entscheiden. Frankreich, Griechenland und Zypern fordern Wirtschaftssanktionen gegen die Türkei. Im Gasstreit werfen Griechenland und Zypern der Türkei vor, Erdgasreserven im östlichen Mittelmeer illegal zu erkunden. Ankara wiederum sieht sich rechts.

Die Türkei wiederum hat wiederholt die einseitigen Bohrungen der griechisch-zyprischen Regierung im östlichen Mittelmeerraum in Frage gestellt und betont, dass die türkische Republik Nordzypern (TRNC) auch Rechte an den Ressourcen in der Region hat.

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