Ärzte rufen die Bevölkerung zu Geduld und Rücksicht auf

(Foto: nex24)

Osnabrück – Die deutschen Ärzte haben die Bevölkerung angesichts der Aufhebung der Impfpriorität in den Praxen ab kommenden Montag zu Geduld und Rücksicht aufgerufen. Im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), er erwarte einen „Ansturm in die Praxen“.

Dirk Heinrich, Bundesvorsitzender des Virchowbundes als Verband der niedergelassenen Ärzte in Deutschland, erklärte in der Zeitung: „Es gibt noch zu wenig Impfstoff in den Praxen. Wir müssen unsere Patienten also um Geduld bitten. „Schließlich ist es jetzt nur noch eine Frage von Wochen, nicht Monaten, bis allen, die sich impfen lassen wollen, ein Angebot gemacht wird.

Gassen appellierte an die Bevölkerung: „Bitte haben Sie Geduld und drängen Sie die Ärzte und ihre Teams, die Arzthelferinnen nicht. Alle werden geimpft – so schnell wie möglich. Aber nicht auf einmal! “

Der KBV-Chef merkte an, dass viele Menschen den falschen Eindruck hatten, sie könnten sich sofort impfen lassen. Dies ist auf keinen Fall möglich. Gassen kam auch darauf, dass die Politik den Eindruck erweckt habe, “dass ab kommenden Montag auch Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit eines Impfangebots angeboten werden könnte, obwohl die Ständige Impfkommission keine generelle Impfempfehlung ausspricht”.

Obwohl die Mengen kontinuierlich steigen, sind Impfstoffe noch zu knapp. „Daher ist es zum jetzigen Zeitpunkt kontraproduktiv, wenn das Bundesgesundheitsministerium mehr als eine Million Dosen Biontech, angeblich für Zweitimpfungen, zurückhält“, kritisierte Gassen. Die Praxen sollten die vollen verfügbaren Dosen erhalten. „Schließlich wissen die ansässigen Kollegen am besten, wann sie wem und wann eine zweite Impfung geben müssen“, sagte der Arzt und warnte, dass die Impfkampagne wieder ins Stocken geraten könnte.

Virchow-Vorsitzender Heinrich forderte, in Teilen an einem schrittweisen Vorgehen festzuhalten. Es war richtig, die Priorisierung aufzuheben, da es für Hausärzte und Facharztpraxen immer schwieriger wird, in Frage kommende Bürger zu identifizieren. „Dennoch ist es sinnvoll, wenn in manchen Regionen nicht genügend Personen der Priorisierungsgruppe 3 geimpft wurden, diese Priorisierung zumindest für die Impfstellen beizubehalten“, schlug Heinrich vor.

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