Ärzte, Lehrer und Schüler gegen Ende der Maskenpflicht an NRW-Schulen

(Symbolfoto: nex24)

Köln – Kinderärzte, Lehrer und Schüler warnen eindringlich vor der vorzeitigen Abschaffung der Maskenpflicht an Schulen in Nordrhein-Westfalen. Mit Beginn der Erkältungszeit riskieren Sie einen massiven Anstieg der Infektionen, sagte Professor Jörg Dötsch, Leiter der Kinderklinik am Universitätsklinikum Köln, der “Köln Stadtanzeige“.

„Wenn im Winter wieder ganze Klassen unter Quarantäne gestellt werden müssen oder gar Schulen schließen, haben wir etwas sehr gravierendes falsch gemacht“, sagte Dötsch, der auch Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin ist. Die Masken hatten maßgeblich dazu beigetragen, dass die Ansteckungswahrscheinlichkeit in den Schulen trotz Delta-Variante im Rahmen blieb. Sie seien “ein zentrales Element in den nächsten zwei Monaten”.

Auch die Überlegung von NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer, nach der Herbstpause keine Masken zu tragen, stieß bei Lehrern und Schülern auf Kritik. „Während es in manchen Studierendengruppen noch immer eine Inzidenz von 300 gibt, darüber nachzudenken, keine Maske zu tragen, macht es keinen Sinn“, sagte Johanna Börgermann von der Landesstudentenvertretung Nordrhein-Westfalen. Sie bezog sich auf die ungeimpften unter Zwölfjährigen. Die Vorsitzende des nordrhein-westfälischen Philologenverbandes, Sabine Mistler, plädierte für große Vorsicht beim Entspannen in Schulen.

“Zuverlässiger Unterricht im Klassenzimmer in einer sicheren Umgebung für alle Schüler und Lehrer muss absolute Priorität haben”, sagte Mistler der Zeitung. Momentan fühlen sich die Lehrer an NRW-Schulen sicher und haben einen guten Umgang mit Masken gefunden. Die Tendenz, diese Sicherheit in einer Zeit ungewisser Aussichten aufzugeben, nehme sie “mit Entsetzen” wahr, so Mistler.


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