Apple droht EU-Anklagen “bald” wegen Wettbewerbsbedenken

Symbolisches Bild: Apple

Die EU-Kommission wird “in Kürze” Anklage gegen das US-Unternehmen Apple erheben. Die Nachrichtenagentur AFP hat dies am Dienstag aus gut informierten Kreisen erfahren. Die Anklage ist der nächste Schritt im Wettbewerbsverfahren, das die Brüsseler Behörde im vergangenen Sommer eingeleitet hat. Das Unternehmen wird beschuldigt, seine marktbeherrschende Stellung missbraucht zu haben.

Unter anderem hatte sich der schwedische Musik-Streaming-Dienst Spotify bei den Brüsseler Wettbewerbsbehörden über die Geschäftsmethoden von Apple beschwert. Die Gruppe erlaubt nur das Herunterladen von Apps und Spielen auf ihre Mobilgeräte aus dem eigenen App Store. Er schreibt sein eigenes Apple Pay-System als Zahlungsmethode vor und erhebt bis zu 30 Prozent des Einkommens der App-Anbieter als Gebühr.

Laut Spotify nutzt Apple diese Einschränkungen, um den Wettbewerb zugunsten seines eigenen Apple Music-Angebots zu verzerren. Das Unternehmen entzieht auch anderen Anbietern die Kontrolle über ihre Kundendaten. Es gab ähnliche Beschwerden von Anbietern elektronischer Bücher und Zeitschriften. Mehrere Unternehmen, die Apps für mobile Geräte entwickeln, haben sich ebenfalls angeschlossen.

Nach Angaben der Financial Times könnte Brüssel diese Woche Anklage erheben. Dann hätte Apple noch die Möglichkeit, auf die Vorwürfe zu reagieren und sich zu verbessern, um eine Geldstrafe zu vermeiden.

Weitere Wettbewerbsverfahren gegen die US-amerikanische Gruppe sind in Brüssel wegen ähnlicher Anschuldigungen anhängig. Vor Jahren wurde Apple von der EU in Steuerfragen ins Visier genommen. 2016 forderte die Kommission das Unternehmen auf, in Irland Steuern in Höhe von 13 Milliarden Euro zu zahlen.

In Russland verhängte die Antimonopolbehörde am Dienstag eine Geldstrafe von mehr als zehn Millionen Euro gegen Apple. Die Behörde beschuldigte die US-Gruppe auch, ihre beherrschende Stellung missbraucht zu haben.

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