Altmaier fordert keine Geschenkkäufe vor Schließung ⋆ Nürnberger Blatt

Weihnachtsgeschenke

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat die Bürger aufgefordert, in den letzten zwei Tagen vor der harten Corona-Sperrung keine Weihnachtsgeschenke in Geschäften zu kaufen. Wegen des Infektionsrisikos sollten die Menschen “nur das Nötigste kaufen”, sagte Altmaier am Sonntagabend im Internetprogramm “Bild”.

Deutschland kehrt am Mittwoch aufgrund des Anstiegs der Koronainfektionszahlen und der Todesfälle zu einem harten Stillstand zurück. Dies haben Bund und Länder am Sonntag beschlossen.

Der Einzelhandel bleibt bis zum 10. Januar weitgehend geschlossen. Ausnahmen gelten nur für Supermärkte und einige andere Geschäfte, hauptsächlich zur Deckung des täglichen Bedarfs. Eine Verlängerung der Hard Lockdown kann nicht ausgeschlossen werden. Bund und Länder werden dies voraussichtlich am 5. Januar erörtern.

Altmaier empfahl Gutscheine als Weihnachtsgeschenke, die bei allgemeiner Wiedereröffnung der Geschäfte eingelöst werden konnten. Wann dies der Fall sein wird, kann derzeit „niemand verantwortungsbewusst vorhersagen“. Der Maßstab dafür ist die Entwicklung der Zahl der Infektionen und Todesfälle.

Auch der SPD-Vorsitzende Norbert Walter-Borjans warnte am Montag und Dienstag vor einem Ansturm von Kunden im Einzelhandel. “Die nächsten zwei Tage werden für die Entwicklung des gesamten Monats entscheidend sein”, sagte er im Internetprogramm “Bild Live”. Es muss vermieden werden, dass Warteschlangen vor den Läden entstehen.

Der Fachverband HDE erwartet jedoch keinen Run in den Shops. Bei Weihnachtsgeschenken könnte es am Montag und Dienstag zu „erhöhten Kundenzahlen“ kommen, sagte HDE-Geschäftsführer Stefan Genth gegenüber dem Handelsblatt. Aber viele Kunden hätten sicherlich schon in den letzten Tagen ihre Pläne für die Sperrung festgelegt. Die Händler haben in den letzten Monaten auch bewiesen, dass sie über funktionierende Hygienekonzepte verfügen.

Im Lebensmittelhandel erwarte sein Verband keine “Hamsterkäufe”, sagte Genth. Die Kunden haben erfahren, dass die Lieferketten und die Versorgung der Bevölkerung “auch unter schwierigen Bedingungen funktionieren”.

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