Albanien: Die Türkei wird die “Bleimoschee” ab dem 18. Jahrhundert restaurieren

Xhamia e Plumbit / Bleimoschee in Shkodra (Foto: Wikimedia)

Tirana – Bei einem Treffen mit dem albanischen Premierminister Edi Rama in Ankara kündigte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am Mittwoch die Restaurierung der historischen „Bleimoschee“ (Xhamia e Plumbit) in der nordwestalbanischen Stadt Shkodra an.

Nach Angaben des türkischen Staatsoberhauptes haben die Kulturminister beider Länder am Mittwoch ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet. Die Türkei wird die Mittel bereitstellen und den Restaurierungsprozess für eines der wichtigsten Symbole von Shkoder durchführen.

Erdogan erinnerte daran, dass die Türkei bereits über 500 Restaurierungsprojekte in Albanien durchgeführt habe. Die Ausgaben für diese Projekte belaufen sich laut Erdogan auf 20 Millionen Euro.

Strategische Partnerschaft

Auf einer Pressekonferenz kündigte das türkische Staatsoberhaupt an, die Investitionen in Infrastruktur und Tourismus in Albanien zu erhöhen.

“Wir wollen unsere wirtschaftliche Zusammenarbeit auf eine neue Dimension heben”, sagte Erdogan.

(Foto: tccb)

Die Türkei und Albanien haben am Mittwoch ebenfalls ein Abkommen unterzeichnet, das die bilateralen Beziehungen auf das Niveau einer strategischen Partnerschaft hebt. Erdogan hob in seiner Rede die historische Beziehung zwischen den beiden Ländern hervor. Der türkische Präsident kündigte außerdem den Bau eines neuen Krankenhauses in Albanien in drei Monaten an

Xhamia e plumbit

Die historische Leitmoshe wurde 1773 im Stil des osmanischen Architekten Mimar Sinan aus dem 16. Jahrhundert vom albanischen Pascha Mehmed Bushati, einem berühmten Mitglied der Adelsfamilie Bushati, als Einkuppelmoschee erbaut. Mehmed war zu dieser Zeit Wesir von Paschalik Shkodra.

Das Gebäude wurde im Laufe seiner Geschichte mehrmals renoviert, beispielsweise in den Jahren 1863, 1920 und 1963.

Die Moschee wurde im 20. Jahrhundert mehrmals schwer beschädigt, unter anderem als das Blei aus der Kuppel gestohlen wurde. 1916 wurde das fehlende Baumaterial von österreichisch-ungarischen Truppen verwendet wieder ersetzt.

Nachdem der kommunistische Führer Enver Hoxha Albanien zum ersten atheistischen Staat der Welt erklärt hatte, wurde die Moschee wie andere religiöse Institutionen des Landes 1967 geschlossen. Infolgedessen wurde jede Religionsausübung im Land verboten. Als das religiöse Verbot aufgehoben wurde, wurde es am 16. November 1990 wiedereröffnet.

Kuwait kündigte 2011 eine Restaurierung der Moschee und eine Erneuerung der Umgebung an. Einige Arbeiten wurden dann durchgeführt, aber die Minarette wurden nicht wieder aufgebaut. Nach starken Regenfällen im Jahr 2013 stand die Moschee wieder unter Wasser. Das historische Bauwerk befindet sich in einem Gebiet, das oft überflutet wird.

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