Al-Monitor: Kurdische Milizen rekrutieren weiterhin Kinder in Nordsyrien

Ein Gastbeitrag von Nabi Yücel

Die Vereinten Nationen haben zuletzt 2019 ein zweifelhaftes Abkommen gegen die Rekrutierung von Kindersoldaten mit den sogenannten kurdischen „Syrian Democratic Forces“ (SDF) unterzeichnet. Anscheinend rekrutiert die SDF weiterhin Kinder in Nordsyrien, wie Amberin Zaman in der Al Monitor mit Dan Wilkofsky Notizen.

Da der in der Türkei geborene Senior-Korrespondent der US-Nachrichten-Website Al-Monitor, Amberin Zaman, einen Artikel über Kinder innerhalb der kurdischen „Syrian Democratic Forces“ – kurz SDF – auch in türkische Sprache hat die Aufmerksamkeit darauf gelenkt, wer als Kindersoldaten eingesetzt werden würde, das Volkisch-Kurdische Rudel hat sie angegriffen.

Amberin Zaman – Hüterin der Minderheitenrechte in der Türkei

Man kann zu Recht behaupten, dass sich die Journalistin bisher regelrecht um Minderheitenrechte in der Türkei gekümmert hat, insbesondere um die sogenannte Kurdenfrage, die aus ihren unzähligen Berichten hervorgeht.

Aber das schützt Amberin Zaman nicht davor auf Twitter und andere soziale Medien, die plötzlich von ethnischen kurdischen Aktivisten erfasst und bedroht werden.

(Screenshot / Twitter)

Was ist passiert?

“Die Rekrutierung von Kindern wirft einen Schatten auf den Drang der syrischen Kurden nach globaler Legitimität.”

Amberin Zaman und Dan Wilkofsky haben den Fall eines 16-jähriger Schüler porträtiertdie seit dem 8. Oktober bei ihrem Vater vermisst wird. Seitdem hat sein Vater Umran Akenu an die SDF, dh die PKK, appelliert, ihre Tochter Rawan Akenu freizulassen.

(Screenshot / Twitter)

In mehreren Appellen wandte sich der kurdische Vater zunächst an die lokale Presse in seiner Heimatstadt und erklärte, dass die Tochter von einer bewaffneten kurdischen Gruppe in der Heimatstadt Derbasiya in Nordsyrien entführt worden sei. Die Region wird von der SDF kontrolliert. Die Tochter übergab diese Gruppe dann einer anderen „Gruppe“. In seiner Verzweiflung wandte sich der Vater dann an den Oberbefehlshaber der SDF Mazlum Kobanê, einen hochrangigen Führer der PKK-Terrororganisation, der ausgezeichnete Verbindungen zu den US-Streitkräften hat.

Rawan Akenu ist nur einer von Dutzenden Minderjährigen, die freiwillig oder gewaltsam von kurdischen Milizen angeworben wurden, um an Kämpfen in Syrien, der Türkei, dem Irak oder dem Iran teilzunehmen.

In dem Artikel von Al-Monitor beschreiben die Autoren, wie Kurden in den genannten Ländern seit langem akzeptiert haben, dass ihre Söhne und Töchter von der PKK für die „Sache der Kurden“ übernommen und für den bewaffneten Kampf herangezogen wurden. Meistens endete eine solche Rekrutierung mit gerahmten Fotos, auf denen die Minderjährigen mit dem Titel „Märtyrer“ auf PKK-Online-Seiten angezeigt oder ihren Eltern übergeben wurden.

Das frühere Privileg, einen „gefallenen Mann“ in der Familie zu haben, scheint bei kurdischen Familien keine Gunst mehr zu finden, denn immer mehr Familien wollen Sicherheit und Zukunft für ihre Kinder, anstatt sie in zermürbenden langfristigen Konflikten zu verlieren.

Maide Töremis und ihr Protest gegen die PKK

Immer mehr kurdische Familien drücken dies öffentlich aus und zeigen damit ihr Missfallen. Seit über anderthalb Jahren demonstrieren über ein Dutzend kurdische Familien vor dem ethnisch-kurdischen Parteizentrum der HDP in der türkischen Provinz Diyarbakir, und die Zahl steigt täglich.

Vorführen in Berlin seit über ein Jahr jeden Mittwoch Maide Töremis (54) – eine geriatrische Krankenschwester kurdischer Abstammung – vor dem Bundestag, um die Freilassung der Tochter zu erzwingen. Im Fall der 16-jährigen Rawan verweist der Vater auf die “Tevgera Ciwanên Şoreşger” (TCS), die ihre Tochter entführt hat. Vermutlich wurde Töremis ‘Tochter auch von derselben Jugendorganisation in Berlin rekrutiert, die im Bericht über den Schutz der Verfassung von 2018 genannt wurde.
Patriotische revolutionäre Jugendbewegung.


Zum Thema: Düsseldorf: Yazidis fordern die PKK auf, entführte Kinder freizulassen


Die TCS (Deutsche “Patriotische Revolutionäre Jugendbewegung”) ist eine Untergrundorganisation, die 2013 von jungen PKK-Sympathisanten gegründet wurde und seit 2018 auch in Deutschland einen Ableger aufgebaut hat, der mit unzähligen Angriffen auf Türken und türkische Institutionen aufgetreten ist. Es ist bekannt als die Jugendorganisation der PKK oder der PKK-Stadtguerilla. Dieselbe Organisation nahm 2013 an den Unruhen in der Türkei und den anschließenden Kämpfen mit türkischen Sicherheitskräften von 2014 bis 2016 als YDG-H teil.

Laut seinem Vater soll Rawan das gleiche TCS an eine andere „Gruppe“ übergeben haben, wobei nun angenommen wird, dass entweder die PKK oder ihr syrischer Ableger, die Women’s Protection Units (YPJ), gemeint sind. Die YPJ und ihr männliches Gegenstück, die People’s Protection Units (YPG), bilden das Rückgrat der SDF, die in Ain al-Arab (Kobane) den Sieg über den IS beanspruchen und seitdem de facto Autonomie in Nordsyrien anstreben. Menschenrechtsorganisationen mögen Human Rights Watch (HRW), Amnesty International (AI) sowie die UN haben alle drei Terrororganisationen SDF, YPG und YPJ unter anderem wegen Vertreibungen, ethnischer Säuberungen, politischer Morde und der illegalen Rekrutierung von Minderjährigen für Kampfhandlungen kritisiert und dies manchmal als Kriegsverbrechen bezeichnet.

Assyrische und aramäische Christen sowie Jesiden im Irak und in Syrien sprechen seit Jahren die Weltgemeinschaft an und beschweren sich über Belästigung und Gewalt durch die Terrororganisation SDF und PKK. Leider sind diese Hilferufe in Deutschland immer noch ungehört.

UN hatte das Wort von SDF

Trotz der Vereinbarung mit der SDF gaben die Vereinten Nationen nach Juli 2014 sowie Juli 2019 Jetzt wird erneut bekräftigt, dass allein zwischen Januar und Juli dieses Jahres 51 Mädchen im Alter zwischen 13 und 17 Jahren aus den Reihen des YPJ befreit und in ein Rehabilitationszentrum gebracht wurden, während zum Zeitpunkt der Berichterstattung 18 weitere Jungen im Begriff waren, zu sein veröffentlicht. Das UN-Kinderschutzbüro gab an, seit seiner Eröffnung 50 Beschwerden erhalten zu haben und bereits 15 Kinder zu ihren Familien zurückgebracht zu haben. Auch in Deutschland versuchte ein 17-jähriger syrischer Jugendlicher aufgrund der Praxis der SDF in Nordsyrien, vor dem Oberes Verwaltungsgericht Hamburgum seine Deportation zu verhindern – ohne Erfolg.

Die ECOI – das Herkunftslandinformationssystem des Österreichischen Roten Kreuzes (Abteilung ACCORD) – berichtete unter Berufung auf den Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen, Noonpost, Watan FM, Syria Television, das US-Außenministerium, die für auswärtige Angelegenheiten zuständige niederländische Regierungsbehörde, Ministerie van Buitenlandse Zaken (BZ) und das ägyptische Nachrichtenportal Arabi 21 sowie andere staatliche und nichtstaatliche Quellen über die Kurden Volksverteidigungseinheiten (YPG), der syrische politische Arm der PKK, die „Partei der Demokratischen Union“ (PYD) und die „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) sowie ihre Rekrutierungskampagnen und ihre kriminellen Methoden.
Einschüchterung und Drohungen der PKK

Laut dem Al-Monitor-Bericht wurde ein syrisch-kurdischer Medienaktivist in Nordsyrien von der “patriotischen revolutionären Jugendbewegung” wegen Berichterstattung über SDF-Praktiken bedroht. Weil militante PKK-Kader die Rekrutierung von Kindern über die revolutionäre Jugendbewegung kontrollieren, sagte der Medienaktivist gegenüber Al-Monitor, hat die SDF die Macht darüber verloren und handelt daher gegen das Abkommen mit den Vereinten Nationen. Die SDF befindet sich somit in einem moralischen Konflikt mit der PKK, deren militanter Kader die SDF dominieren würde.

Mazlum Kobanê selbst erklärte in einem Interview im Juli, dass er die Praxis als inakzeptabel betrachte und dass die Täter bestraft würden. Dem Bericht zufolge gab es bisher jedoch keine „Strafverfolgung“ in diesem Sinne – verständlich angesichts der Rolle von Mazlum Kobanê. Für diesen Bericht, der jetzt im Al-Monitor veröffentlicht wurde, hat Amberin Zaman seitdem wilde Beleidigungen erhalten und gelegentlich Morddrohungen erhalten.

Zusätzliche Quellen:

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