45 Wochen zwischen Astrazeneca erster und zweiter Impfung verbessert den Schutz ⋆ Nürnberger Blatt

AstraZeneca – Bild: Tim Reckmann / CC BY-NC 2.0

Eine mehrmonatige Lücke zwischen der ersten und zweiten Dosis des Astrazeneca-Impfstoffs stärkt laut einer neuen Studie die Immunität gegen das Coronavirus. Laut der am Montag veröffentlichten Studie der Universität Oxford, die an der Entwicklung des Impfstoffs beteiligt war, ist die Immunantwort deutlich stärker, wenn zwischen der ersten und zweiten Impfung bis zu 45 Wochen liegen.

Auch eine dritte Gabe im Abstand von sechs Monaten führt zu einem „erheblichen Anstieg“ der Antikörper und fördert die Immunreaktion – auch gegen Virusvarianten.

Länder, die sich Sorgen über Verzögerungen bei ihren Impfkampagnen machen, könnten nun erleichtert sein, sagte Andrew Pollard, Vorsitzender der Oxford Vaccine Group. Auch zehn Monate nach der ersten Impfung war ein ausgezeichnetes Ansprechen auf die zweite Dosis zu verzeichnen. Die zuvor veröffentlichten Ergebnisse müssen noch von anderen Forschern überprüft werden.

Die Ergebnisse sind ermutigend, wenn „eine dritte Dosis erforderlich ist“, sagte die Hauptautorin der Studie, Teresa Lambe. Allerdings ist noch unklar, ob die Auffrischungsimpfungen gegen die schwindende Immunität oder zur Stärkung der Immunität gegen Virusvarianten eingesetzt werden sollen.

Die Astrazeneca-Impfung wird in 160 Ländern verabreicht und gilt aufgrund ihres geringen Preises und der einfachen Transportierbarkeit als Meilenstein im Kampf gegen die Pandemie. Trotz Bedenken hinsichtlich seltener Fälle von Blutgerinnseln zeigte die Studie, dass die Astrazeneca-Impfung in der Regel „gut vertragen“ wurde. Bei der zweiten und dritten Impfung traten noch weniger Nebenwirkungen auf als bei der ersten.

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