17 Leichen in einem Flüchtlingsboot vor den Kanarischen Inseln entdeckt ⋆ Nürnberger Blatt

Symbolisches Bild: Rettungsschiff

17 Menschen starben auf einem Flüchtlingsboot südöstlich der Kanarischen Inseln. Die Leichen wurden rund 500 Kilometer vor der Küste der spanischen Insel El Hierro entdeckt, teilte die spanische Küstenwache am Montag mit. Drei Überlebende wurden mit einem Hubschrauber gerettet. Sie litten an Unterkühlung, sind aber ansonsten in Ordnung.

Die Migranten an Bord des Bootes stammten Berichten zufolge aus Afrika südlich der Sahara. Wo sie begonnen hatten, blieb zunächst die gefährliche Überquerung des Atlantiks unklar.

Vor zwei Wochen wurden vier Tote in einem provisorischen Boot südlich von El Hierro gefunden. 19 weitere Insassen überlebten.

Die Kanarischen Inseln, die vor der Nordwestküste Afrikas im Atlantik liegen, werden auf ihrem Weg nach Europa zunehmend zu einem Ziel für Flüchtlinge. Im vergangenen Jahr landeten rund 23.000 Migranten auf den spanischen Ferieninseln, achtmal so viele wie 2019.

In den ersten drei Monaten dieses Jahres kamen 3400 Flüchtlinge auf die Kanarischen Inseln, mehr als doppelt so viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Leave a Comment